Rosa oder Blau

Warum ist Rosa eine Mädchen- und Blau eine Jungsfarbe?

Es beginnt schon vor der Geburt – in dem Moment wo man das Geschlecht seines Babys kennt, beginnt die Sammelleidenschaft für eine der beiden Farben – passend ob Mädchen oder Junge. Dieser Farbkodex bleibt meist ein ganzes Leben. Die Mädchenkinderwelt ist pink/rosa, glitzernd und die der Jungen ist ganz einfach blau. Allerdings beim Einsetzen der ersten pubertären Anzeichen verschwinden diese Farbdefinitionen von ganz alleine und allgemeine Modetrends beginnen sich durchzusetzen.

Aber seit wann gibt’s diesen Trend eine bestimmte Farbe einem Geschlecht zuzuordnen?
Vor längerer Zeit wurden Babys in reines Weiß gehüllt. Hatte man das Glück der Erstgeborene zu sein, dann war auch die Kleiderfarbe und –wahl dem Geschlecht angepasst, denn die jüngeren Geschwister mussten alles auftragen was dem Älteren nicht mehr passte.

Allerdings beim Adel verhielt es sich anders – hier stand die Farbe Rot für Kraft, Macht, Feuer, Leidenschaft und Kampf – alles typische Repräsentative für den Mann. Die Farbe Blau wurde mit Reinheit, Frieden und Harmonie – Eigenschaften die man einer Frau zuteilte, benannt.
So war auch „Rosa – das kleine Rot“ die Farbe der Jungs und „Hellblau – die kleine Schwester des Blau“ bei den Mädchen anzutreffen.

Eine belgische Prinzessin dekorierte in den frühen 30er Jahren ihre Wiege in der Farbe Rosa für ihren noch ungeborenen Sohn. Auch die großen Zeitschriften empfahlen den aufstrebenden Kaufhäusern geschlechtsangemessene Farben – Rosa für Jungs und Blau für Mädchen.

Erst in den 40ern – durch das Entstehen der Blue Jeans, der Arbeiterhosen schlechthin und der blauen Kleidung der Marine wurde die Farbe Blau zum Symbol der Arbeits/Männerwelt.
Erinnern wir uns an alte Bilder, wo die Jungen in blaue Matrosenanzüge gesteckt wurden.

Dieser Trend hält bis heute an und wird von der Wirtschaft als Gender-Marketing bis aufs Äußerste angewendet. Hersteller bieten ihre Produkte in zweifacher Ausführung an – rosa für Mädchen und blau für Jungs. Und so wird in unseren Köpfen diese Farbzuweisung der Geschlechter immer weiter verfestigt.

Trotzdem, eigentlich ist alles Zufall, es hätte auch genauso gut andersrum kommen können.

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