Die freie Trauungszeremonie

Es gibt immer mehr Paare die den Wunsch nach einer feierlichen Hochzeitszeremonie äußern. Zusätzlich zur standesamtlichen Feier oder auch stattdessen kann die freie Trauungszeremonie in Anspruch genommen werden.

In diesem Fall wird das Trauungszeremoniell ganz nach den Wunschvorstellungen des jeweiligen Paares an einem dem Anlass entsprechendem Ort durchgeführt. Gemeinsam wird der Ablauf der Zeremonie erarbeitet und auch die möglichen und durchführbaren Hochzeitsrituale besprochen. Egal ob es feierlich, sakral oder romantisch sein soll – ob man die Hochzeitsgäste miteinbeziehen möchte oder auch die Kinder als Teil der Feierlichkeit miteingebunden sein sollen – es geht einzig und allein darum, die tiefen Gefühle die das Paar füreinander hegt, auszudrücken.

Für manche Paare ist die standesamtliche Trauung zu „nüchtern“. Aus diesem Grund wollen sie eine zusätzliche Zeremonie für ihre Hochzeitsfeierlichkeiten. Sprechen sie einfach mit ihrem Standesbeamten, oft ist eine Kooperation möglich und man kann die gesetzlich anerkannte Trauung mit einer romantischen Hochzeitszeremonie verbinden.

Aber auch für Paare die der Kirche nicht angehören und somit keine kirchliche Hochzeit feiern können, bietet sich die freie Trauung an.

In den Ablauf der freien Trauung können sehr wohl Elemente einer ökumenischen oder einer religionsunabhängigen Zeremonie miteingebunden werden. Auch der Ort der Trauung – ein romantischer See, eine freie Kapelle, auf einem Berggipfel – kann vom Paar frei gewählt werden.

Es gibt eine Unzahl von Hochzeitsbräuchen aus dem In- und Ausland die sich in Absprache mit dem Brautpaar zu ihrer persönlichen Zeremonie verweben lassen.

Gibt es für eine freie Trauung zu erfüllende Voraussetzungen und welche Auswirkung hat eine freie Trauung?

Die einzige Voraussetzung ist die Liebe zueinander und dieses tiefe Gefühl füreinander in einer Zeremonie zum Ausdruck bringen zu wollen.
Anders als bei der kirchlichen Trauung, ist bei der freien Trauung die standesamtliche Trauung im Vorfeld keine Voraussetzung. Eine freie Trauung hat allerdings keinerlei gesetzliche Rechtsgültigkeit. Sollten sie auch vor dem Gesetz als verheiratet gelten wollen, dann ist die standesamtliche Trauung ein Muss.

Aber wie kann man sich eine freie Trauung grundsätzlich vorstellen?

Üblicherweise dauert auch diese Zeremonie maximal 60 Minuten und wird wie eine kirchliche Trauung zumeist von Musik und von Ritualen, die das Paar für sich gewählt hat, begleitet. Die Möglichkeit diese freie Trauung mit der standesamtlichen Trauung zu verbinden, ist auch gegeben. In diesem Fall warten am Trauungstisch sowohl der freie Redner als auch der Standesbeamte auf das Paar. Der Trauungsredner eröffnet und übergibt an den Standesbeamten für den formalen Akt. Nach dem offiziellen Teil übernimmt wieder der Trauredner und rundet die Zeremonie mit den erwählten Zeremonien und Ritualen, wie z.B. Ringritual, Sandritual, Brotritual und noch viele andere wunderschöne Möglichkeiten, ab.
Eine freie Trauung kann als das „nicht-klerikale“ Pendant zur kirchlichen Trauung gesehen werden und ist somit eine ideale Ergänzung für alle Paare, denen die standesamtliche Trauung zu wenig spirituell ist.